Gott ist (k)eine Lavalampe

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Eine der bekanntesten Eso-Binsen besagt, dass Gott alles ist, was ist. Gott ist demnach das große Ganze jenseits der Polarität. Gut und Böse, Hell und Dunkel, alles und jedes. Aber ist Gott tatsächlich Jesus UND Hitler? Ist er Buddha, aber auch der Kindervergewaltiger aus der Zeitung? Und was ist dann mit der nicht minder beliebten Eso-Weisheit, dass alles gut ist, wie es ist? Gilt das auch für die Kriegsmutter, deren Kind vor ihren Augen abgeschlachtet wird?

Aus der Quantenphysik hat die moderne Pop-Spiritualität den Begriff der Potentialität übernommen. Und damit wurde Gott zu mehr als nur dem, was ist – er wurde darüber hinaus zu allem, was sein könnte. Das bestechende an diesem Gedanken ist, dass der Schöpfer so seine eigene Schöpfung ist, aber trotzdem weitaus größer als diese. Unendliche Möglichkeiten, deren größtes und womöglich einziges Interesse es ist, sich selbst zu verwirklichen. Ein Gott, der sich selbst erfahren möchte. Ein Gott jenseits von Ethik und Moral. Ein Gott ohne Vorsehung und Erlösung. Eine Art allumfassende Lavalampe, deren Zweck und Freude alleine darin liegt, immer neue Formen auszubilden. Sie ist ständig in Bewegung, denn sonst verschmelzen alle Potentiale wieder zu einem bewegungslosen Ganzen. Das vermag auch zu erklären, weshalb sich im Leben die Veränderung als einzige Konstante beobachten lässt.

Was diese Theorie zunächst noch nicht erklärt, sind die Muster, welche sich bei genauer Beobachtung ebenfalls erkennen lassen. Evolutionäre Entwicklungen und sinnvolle Kausalzusammenhänge beispielsweise. Selektive Wahrnehmung? Mag sein, warum nicht.Vorschläge sind willkommen!

2 thoughts on “Gott ist (k)eine Lavalampe

  • 27. April 2016 um 21:56
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    Und Er selbst
    ., was denkt Gott daran? Seine Meinung wichtig ist, oder? ))))))))))))

    • 27. April 2016 um 23:42
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      Er? Seine Meinung? Gott ist also männlich?! Na, das erklärt ja so Einiges…

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